Sehr geehrte Damen und Herren,

acht Jahre sind seit der letzten Kandidatenvorstellung vergangen. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern. Manche Frauen, die auch damals da waren, sind heute auch wieder da. Was mich beeindruckt ist die Tatsache, dass die Damen heute noch viel jünger aussehen als damals. Das ist bemerkenswert.

Zunächst möchte ich mich bei allen bedanken, die die Kandidatenvorstellung heute vorbereitet haben und die heute im Einsatz sind. Bei Alleinkandidaturen der Amtsinhaber wird manchmal auf eine Vorstellung verzichtet. Mir war jedoch wichtig, eine Vorstellung zu machen. Bei mehreren Kandidaten wäre der Unterhaltungswert für Sie heute freilich höher. Insgesamt scheint es auch so zu sein, dass der Job als Bürgermeister recht sicher ist – es will ihn ja gar kein anderer haben.

2011 kam die Frage einer Bürgerin, wie ich mir Jugendbeteiligung vorstellen könnte. Spontane Idee von mir war dann, eine Umfrage unter Jugendlichen zu machen. Das haben wir nach meinem Amtsantritt dann auch gemacht. Wunsch der Jugendlichen war beispielsweise die Einführung einer Sportlerehrung oder die Entfernung der Schranke über den Köhlerbach in der Nähe der ehemaligen Pumpstation, damit man da besser durchreiten kann.

Vieleicht kommen auch heute einige Ideen und Anregungen, die wir dann umsetzen können.

Es freut mich sehr, dass Sie, meine Damen und Herren, heute Abend in die Gemeindehalle gekommen sind. Von meiner Seite aus ist ein lockerer Rahmen vorgesehen. Ich werde etwas sagen zu allgemeinen Dingen, zu umgesetzten Projekten, zu Aktuellem Stellung nehmen und zu meinen eigenen Wahrnehmungen. Mehr Augenmerk könnte heute auf Fragen und Dialog gelegt werden. Für mich sind viele Dinge klar, weil ich es hauptberuflich mache und mehr Informationen habe. Manche im Ort sind sehr gut informiert und lesen die Gemeinderatsprotokolle im Mitteilungsblatt aufmerksam. Für manche ist manches daher Wiederholung. Vielleicht ist aber auch was Neues dabei.

Lassen Sie mich ganz klassisch mit meinem persönlichen Steckbrief beginnen.

Ich heiße Sven Haumacher, bin 42 Jahre alt und verheiratet.

Von der Ausbildung her bin ich Diplomverwaltungswirt beziehungsweise Polizeikommissar sowie Volljurist. Nach dem Jurastudium wechselte ich von der bewaffneten Verwaltung in die unbewaffnete, war tätig als Regierungsrat und bin nun seit dem Jahr 2011 Bürgermeister in Notzingen.

Das Jurastudium hat sich gelohnt für mich. Denn sonst wäre ich nicht nach Tübingen gekommen und hätte meine Frau nicht kennengelernt – übrigens im Fitnessstudio. Das zeigt, dass es auch lohnt, fleißig Sport zu machen.

Ich bin Sohn einer Mutter, Mann einer Frau und Vater einer Tochter – das macht mich zum Frauenrechtler. Überdies bin ich seit einem halben Jahr auch Vater eines Sohnes – daraus folgt, dass es mir auch ein Anliegen ist, für die Rechte der Männer einzutreten. Die Familie bereitet mir große Freude – in den Monaten September und Oktober dieses Jahr möchte ich in Elternzeit gehen. Man sieht: die Gemeinde Notzingen hat einen sehr zeitgemäßen Bürgermeister.

Ich bringe Berufserfahrung mit die nützlich ist für meine Aufgabe. Insgesamt ist es gut, wenn man beruflich einiges gesehen hat.

Im höheren Dienst, bei der Verwaltung oder der Justiz, ist man die Anfangsjahre viel auf Wanderschaft, das bringt viele Einblicke. Mittlerweile habe ich gute Kontakte zu Kollegen, zu anderen Behörden wie der Stadt Kirchheim, zum Regierungspräsidium oder den örtlich zuständigen Landtagsabgeordneten. Insgesamt ist es eher besser, wenn neue Bürgermeister von außen kommen. Für sachgerechte Entscheidungen ist es auch nicht wichtig zu wissen, wer im 11. Grad miteinander verwandt oder verschwägert ist.

Aufgabe eines Bürgermeisters ist, mit den Menschen, den Unternehmen, den Vereinen, den Institutionen, der Politik und den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung gemeinsam die Gemeinde gestalten.

Wichtig ist, entscheidungsfreudig sein. Es ist oftmals nicht wichtig, welche Entscheidung man trifft sondern nur, dass man eine trifft.

Die kommunale Infrastruktur hier ist auf hohem Niveau, es ist im Grunde alles da, was man braucht. Auch die nichtkommunale Infrastruktur ist bemerkenswert – es gibt Ärzte, Physiotherapie, eine Apotheke, eine Tierärztin, Einkaufsgelegenheiten und vieles mehr. Wenn Gemeinde hier Beitrag leisten kann machen wir das. Es geht aber nur darum, zu schauen, dass die Rahmenbedingungen stimmen.

Notzingen hat auch ein sehr vielfältiges Sport- und Freizeitangebot. Dank an alle, die sich hier einsetzen, in den Vereinsvorständen, als Übungsleiter oder vielem mehr.

In den letzten acht Jahren gab es viele schöne Begegnungen für mich. Bei Besuchen zu Geburtstags- und Hochzeitsjubiläen beispielsweise. Eine Gemeinsamkeit von vielen, die 90 Jahre oder älter werden, ist oft Bescheidenheit, Dankbarkeit und Humor. Da kann man selbst noch viel lernen.

Ich durfte auch viele standesamtliche Trauungen vornehmen, insgesamt 79 Stück. So wie jeder Mensch anders ist ist auch jede Hochzeit anders.

Wenn Bürgermeister abgewählt werden liegt es meist nicht an konkreten Projekten. Wenn in kleinen Kommunen der Leiter der Verwaltung Choleriker ist oder nicht mehr alle Dätscher im Ofen hat spricht sich das rum. Das kann man nicht acht Jahre verbergen.

Abgewählt wird man, wenn es menschlich nicht passt. Entscheidend ist meines Erachtens nicht, dass in acht Jahren möglichst viele Gebäude errichtet worden sind. Entscheidend ist, dass persönliche Begegnungen von Offenheit und Ehrlichkeit geprägt sind, dass man gerne ins Rathaus geht und spürt, dass Anliegen ernst genommen und aufgegriffen werden.

Wie die Stimmung im Rathaus ist müssen Sie die Mitarbeiter fragen. Es gibt allerdings nur eine sehr geringe Fluktuation bei den Mitarbeitern. Und wir bekommen regelmäßig gute Bewerbungen. Das ist andernorts teilweise anders.

Es ist auch wichtig, dass man sich um die kleinen Dinge kümmert. In der Außenwahrnehmung entsteht sonst die Auffassung (wohl nicht zu Unrecht): „Wenn die dafür zu unfähig sind, dann bekommen sie andere Sachen auch nicht hin.“ Es ist in der Außenwahrnehmung nicht relevant, was auf Seite 13 des Stromkonzessionsvertrages im letzten Absatz steht. Wichtig für die Menschen ist, einen Parkplatz zu haben und dass im Pflasterstreifen auf der Straße vorm Haus kein Unkraut wächst.

Als Bürgermeister darf man auch nicht zu viel machen. Wenn man viel macht als Bürgermeister hat man auch viel Ärger, wenn man nichts macht, hat man auch keinen Ärger. Das ist eine einfach zu verstehende Gesetzmäßigkeit. Man muss das richtige Maß erwischen. Wichtig ist, Neuerungen ganz sachte anzugehen. Denn die meisten Menschen wollen keine Veränderung. Wenn man beispielsweise beim Seniorennachmittag zu viel neu machen würde würden sich die Besucher unwohl fühlen. Wichtig ist eine Mischung aus Beständigkeit und Veränderung.

Wann ist jemand zufrieden mit der Arbeit der Verwaltung? Wenn er bekommt was er möchte. Wenn jemand eine Baugenehmigung beantragt und er bekommt sie ist er zufrieden mit der Arbeit der Verwaltung. Bekommt er sie nicht, ist er nicht zufrieden mit der Arbeit der Verwaltung.

Wenn man etwas will oder nicht will ist der Phantasie, Argumente zu finden, keine Grenze gesetzt. Am besten für die Argumentation ist, wenn man egoistische Motive mit altruistischen Argumentationen überdecken kann. Die Motivation, sich für bestimmte Gewerbebetriebe einzusetzen ist freilich am höchsten, wenn man selber derjenige ist, der von diesem Betrieb die Miete erhält.

Viele interessieren sich nicht so sehr für die Kommunalpolitik – regelmäßig nur dann, wenn man persönlich betroffen ist. Das ist nicht schlimm – wir leben in einer großen Industriegesellschaft, die geprägt ist von arbeitsteiligen Strukturen. Die meisten Menschen haben Beruf, Familie und andere Sorgen.

Maßstab darf auch nicht sein, bei jedem beliebt zu sein. Wenn ich bei jedem beliebt sein wollte wäre ich Clown geworden. Ich sage, was ich denke – und mache, was ich sage. Und stehe auch bei Gegenwind zu meinen Überzeugungen (dann ist es ja erst interessant).

Man hat in einer Verwaltung auch überproportional häufig mit Menschen zu tun, die anders sind als andere. Wenn man Arzt ist und Spezialist für Knieoperationen hat man es beruflich auch nicht mit denen zu tun, bei denen im Kniegelenk alles in Ordnung ist. Das ist selektive Wahrnehmung. Man darf darüber aber nie die Sicht darauf verlieren, das die allermeisten Leute (90% aufwärts) liebenswerte Zeitgenossen sind, auf deren Arbeit unser Wohlstand beruht. Sie setzen sich ein beispielsweise in den Vereinen, bei der Feuerwehr oder anderswo und sorgen für Zusammenhalt in der Gesellschaft. Hierfür großes Lob und Anerkennung. Wer hier in Notzingen nicht zufrieden ist, wäre es anderswo genau so wenig.

Interessant ist auch, politische Einstellungen zu analysieren. Wer ein großes Veränderungsbedürfnis hat und mit dem bestehenden Zustand unzufrieden ist ist auch privat eher unglücklich. Das ist, wenn man darüber nachdenkt, auch logisch. Konservative Menschen sind meist glücklicher als Progressive.

Leute kommen oft zum Bürgermeister, wenn Sie Probleme haben. Es haben schon mehrfach Leute angerufen, wenn die Straßenbeleuchtung nicht mehr geht. Es hat mich aber noch nie jemand angerufen und gesagt, dass bei ihm vorm Haus eine Straßenleuchte steht die wunderbar funktioniert. Wir sind ja aber dafür da, zu gestalten und Schwierigkeiten zu beheben, wie es unserem und meinem Auftrag entspricht.

Was wurde gemacht?

In der Rede zur Amtseinsetzung habe ich Manfred Rommel zitiert: „Wer einen Pullover strickt, dient der Gesundheit mehr als derjenige, der gegen Rheumatismus demonstriert.“ Im kleinen Ort sieht man, ob und was gestrickt wurde. Wenn man viel macht, passiert auch viel.

Interessant war vor kurzem ein Gespräch, dass ich mit einem Studenten geführt habe der mehrere Jahre auswärts lebte und nur selten nach Notzingen kam. Er meinte, es sei bemerkenswert, was sich alles verändert habe. Wenn man im Ort wohnt bekommt man die Veränderungen nur nach und nach mit, wenn man nach längerer Zeit wieder herkommt fällt es mehr auf.

Aus meiner Broschüre gehen auch Dinge hervor. Nach zwei Jahren habe ich mal eine 2-Jahres-Bilanz vorgetragen. Dafür habe ich knapp zwei Stunden gebraucht. Für meine 5-Jahres-Bilanz auch. Würde ich also alles aufführen, bräuchte ich ungefähr sechs Stunden Zeit.

Stichwortartig:

  • Straßenausbau (Hölderlinstraße, Hermannstraße, Straße im Bereich der Kirchheimer Straße, Feldweg „Südliche Heergasse“)
  • Infrastruktur (zum Beispiel Elektrotechnik Hochbehälter und Kläranlage, dort auch Phosphateliminationsanlage).
  • Friedhof – emotionales Thema. Zum Beispiel Gießkannenhalter, Toiletten saniert, neue Trittplatten. Dieses Jahr werden auch noch weitere neue Platten verlegt.
  • Ortsmitte Notzingen wurde ins Landessanierungsprogramm aufgenommen. Häuser wurden abgerissen, neue gebaut und Häuser renoviert. Gutes Programm, auch Wirtschaftsförderung
  • Betreutes Wohnen hinter der Kelter über privaten Investor errichtet.
  • Pflegeheim soll Ende Oktober fertig sein. Es gab hier auch einen Rechtsstreit mit ehemaligem Flächeneigentümer. Gericht hat Handeln der Gemeinde als rechtmäßig bestätigt.
  • Neuer Brunnen in Wellingen von Künstler Winfried Tränkner.
  • Hochwasserschutz in der Wellinger Straße (funktioniert). Lob an die Ingenieure. Interessant zu sehen, wie die Berechnungen mit der Wirklichkeit übereinstimmen.
  • Für Flüchtlinge wurde Wohnraum geschaffen.
  • Kindergarten Alemannenweg für Kleinkindbetreuung umgebaut, Kinderbetreuung generell sehr gut. Erzieherinnen leisten qualitativ hervorragende Arbeit.
  • Kindertagespflege wird gefördert. Öffnungszeiten in den Kindergärten verlängert, Mittagessen bei Kernzeitbetreuung.
  • Umrüstung Straßenbeleuchtung und Sporthallenbeleuchtung in LED-Technik, Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Grundschuldach und Bereich Bauhof/Kläranlage.
  • Backhaus Notzingen saniert. Schön zu sehen, dass dieses auch betrieben wird.
  • Neue Internetseite der Gemeinde mit verbessertem Service, zum Beispiel kann man Bebauungspläne abrufen. Mitteilungsblatt neu gestaltet.
  • Gaskonzession wurde neu vergeben. Rechtmäßigkeit des Verwaltungshandelns  von Gericht bestätigt.
  • Beamer und Leinwand für die Gemeindehalle – zwei Mal Kinovorführungen.        
  • Spielplätze sind tipptopp. Schön, wenn Kinder daran spielen. Lob an die Bauhofkollegen.
  • Errichtung Beachvolleyballfeld, Multifunktionsfeld, Calisthenicsanlage.
  • Für Bauhof einige Fahrzeuge angeschafft.
  • Bei der Umfrage unter Jugendlichen war ein Wunsch, dass es eine Eisdiele geben solle. Diese gibt es mittlerweile. (Die Verwaltung hat zwar nichts dazu beigetragen, schön ist es trotzdem). 
  • Viel Fördergeld für Maßnahmen generiert: Knapp 1,9 Mio. Euro.

Aktuell:

Frage ans Publikum: „Wer ist mit Wohnsituation unzufrieden“? Meiner Meinung nach gibt es in Notzingen keine Wohnungsnot. Zwar hohe Nachfrage und teure Miete, dies aber bedingt durch gute konjunkturelle Lage und niedriges Zinsniveau. Notzingen hat derzeit keine Obdachlosen unterzubringen.

  • Druck auf den Wohnungsmarkt ist auch ganz gut – so werden auch innerorts Häuser errichtet und renoviert.
  • Umstellung Flutlichtmasten in LED-Technik.
  • Derzeit Thema, Flächennutzungsplan zu ändern. Um den bebauten Bereich herum gibt es viele Schutzgebiete (Landschaftsschutzgebiet, Vogelschutzgebiet). Bauentwicklung nach außen deshalb nur eingeschränkt möglich, mehr ist aber auch gar nicht nötig.
  • Neus Feuerwehrgebäude. Standort gut. Auch für Kinder- und Jugendliche der Feuerwehr, besser als Standort am Ortsrand.
  • Landesstraße wird außerhalb des Ortes dieses Jahr saniert, innerorts nächstes Jahr.
  • Kreisstraßensanierung vom Ortseingang Wellingen bis Einmündung Brühlstraße.
  • Rathausumbau fast fertig, auch schön für Mitarbeiter.
  • Manche Gebäude könnten die nächsten Jahre saniert werden, zum Beispiel Kindergarten Brühl, Grundschule, Bürgerhaus. Hat aber keine Eile.
  • Baugebiet Hofäcker IV geht nun voran, Erschließungsträger zuversichtlich.
  • Backhaussanierung bei Wellinger Kirchle.
  • Neues Fahrzeug für FW.
  • Kleinere Sachen wie beispielsweise öffentlicher Bücherschrank.

Gemeinde steht finanziell sehr gut da. Dies liegt nicht daran, dass wir Bodenschätze haben (keine Diamanten oder Erdöl). Ist Folge guter Arbeit. Dank an die Mitarbeiter der Gemeinde. Vielen Dank allen Gewerbe- und sonstigen Steuerzahlern für Ihren Beitrag. Zahlungsmoral sehr gut – selten, dass man Mahnungen verschicken muss.

Ich möchte auch weiterhin meinen Teil dazu beitragen, dass die finanzielle Belastung der Bürger nicht weiter ansteigt, um als Wohn- und Arbeitsstandort attraktiv zu bleiben.

Wie wird Notzingen in acht oder zwanzig Jahren aussehen? Ziemlich ähnlich dem, wie Notzingen jetzt auch aussieht. Sie alle sitzen auf einem Stuhl – der wurde zur Zeit der Pharaonen erfunden (aus dem Buch „Die Kunst des klugen Handelns. Denkfehler vermeiden.“ von Rolf Dobelli.  Stelle ich dann in die Bücherkiste.) Die Erfindung hat sich bewährt, deshalb wird sie es auch künftig geben. Ihr Alltag, unser Alltag, wird in den nächsten acht Jahren und auch in 50 Jahren größtenteils so aussehen wie unser jetziges Leben.

Das Neue werde generell überschätzt und man sollte nicht den Fehler machen, Gutes gegen Neues einzutauschen nur weil es neu ist.  Steht ebenfalls in diesem Buch.

Es wird auch künftig kein Ikea-Einrichtungshaus und keine Firmenzentrale von Tesla hier in Notzingen geben. Und dass mich die Nichte eines russischen Oligarchen anruft und 250 Mio. Euro in Notzingen investieren will ist auch eher unwahrscheinlich. Das ist auch nicht notwendig. Wichtig ist Wertschätzung für die Gegenwart.

Wenn andere zur Wiederwahl anstanden habe ich mir immer gedacht, die Wahlbeteiligung ist nicht wichtig. Wenn man selbst betroffen ist sieht man das anders. Das Kreuz auf dem Wahlzettel ist mehr als nur eine Stimme. Man schenkt bei der Abstimmung Vertrauen.

Es wäre gut, wenn ich weitermachen könnte. Sonst müsste ich meine Frau zum Arbeiten schicken und auf die Kinder aufpassen. Das wäre auch O.K., für die innerfamiliäre Arbeitsaufteilung wäre es aber anders geschickter. Denn was das Stillen anbelangt hat meine Frau Vorteile …

Vielen Dank.